die Julia
meine Katzen
meine Schafe
mein Hase
meine Insel
Haus am See
Kunst
Diplomarbeit
Dinosaurier
Gästebuch

HOME

Schafe




Es hat alles mit Lieschen angefangen. Mein Opa hat ein kleines Lamm im Wald gefunden, weil ein Schäfer höchstens zwei kleine Schafe mit seiner Herde mitnehmen kann. Da wir eine große Wiese hatten, hat er gefragt, ob wir das kleine Schäfchen nicht nehmen wollten. Also hat meine Mutter das kleine Schaf mit der Flasche großgezogen. Es hat bei uns im Haus gewohnt und als Bettvorleger neben dem Bett meiner Mutter geschlafen. Das ging so lange gut, bis das Lieschen Dünnschiß bekommen hat. Dann mußte es raus in den Stall. Aber da Schafe Herdentiere sind, hat es sich alleine nicht wohl gefühlt und pausenlos geschrien. Es mußte noch ein zweites Schaf herbeigeschafft werden: Schnucki. Schnucki war sehr frech und auch schlau, weil es immer über den Zaun gesprungen ist und unseren Garten abgefressen hat. Anschließend ist es wieder zurück gesprungen. Die anderen Schafe waren dazu zu doof. Wenn sie ein Loch im Zaun gefunden haben, sind sie raus und haben nie mehr dieses Loch gefunden. Auch wenn sie über den Zaun sind, haben sie keinen Rückweg mehr gefunden. Wir haben uns ziemlich lange gewundert, warum im Garten alles abgefressen ist, weil doch keins der Schafe ausgebrochen ist, bis wir eines Tages gesehen haben, wie Schnucki zurück auf die Wiese gesprungen ist.

Das ist Schnucki Und das ist Susi, das zweite Lamm von Lieschen


Eine Zeit lang hatten wir auch einen Bock ausgeliehen und schon nicht mehr mit Nachwuchs gerechnet, als dann doch an meinem Geburtstag ein kleines Etwas auf der Wiese stand, was fälschlicher Weise erst von meine Eltern für einen Pudel gehalten wurde. Der kleine Bock wurde Felix getauft.

Das kleine Lieschen wird mit der Flsche gefüttert     Lieschen mit ihrem ersten Jungen, dem Felix


Als Felix geschlechtsreif wurde, gab es dann Inzucht und er hat seine Mutter geschwängert. Das Ergebnis war die kleine Susi. Da es sehr schwierig und teuer ist die Schafe über den Winter zu bringen, wurden alle geschlachtet.
Aber ganz ohne Schafe konnten wir alle auch nicht sein und die Wiese ist auch verwildert, also haben wir uns im Frühjahr wieder Schafe angeschafft. Das waren Kaspar, Hex und Nicki.

  
Die kleine Susi, die an Lieschen saugt   Kaspar und Hex unter Gestrüpp


Nicki war auch nicht dumm, der ließ sich sogar dressieren. Er hat Männchen gemacht, ist den Schafstall halb hochgeklettert und mir am Zaun nachgerannt. Der Nicki war mein Lieblingsschaf. Als er geschlachtet wurde, war er zäh und hat nicht wirklich gut geschmeckt. Sein Fell hatte ich noch ziemlich lange zum kuscheln. Seine Tochter Piri hatte ihm das Männchen machen abgeschaut, aber die durfte ich dann nicht mehr dressieren, damit sie nicht auch zäh schmeckt.

  
Mein Niki Seine Tochter Piri


Nachdem meine Eltern sich scheiden lassen haben, haben wir nur noch Schafe ausgeliehen. Sie grasten eine Zeit lang unsere Wiese ab. Auch denen habe ich allen Namen gegeben. Es war ein schwarzes Schaf dabei, das schon ziemlich alt war und aussah wie ein Lahma und deshalb auch Lahma. Das Schaf mit den schönen blauen Augen hieß Blauauge, ein etwas untersetztes Schaf, nannte ich Würmle, weil es kleiner war als die anderen Schafe. Dann waren da noch Zottel, weil es so zottelig war, Dicker, weil es vermutlich schwanger war und Böckle, ein halbwüchsiger Bock.

von vorne nach hinten:
Schaf, Blauauge, Böckle, Zottel, Lahma, Würmle
von links nach rechts:
Lahma, Würmle, Schwarzkopf, Zottel


Top