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Aus dem Leben einer Katze
Kindheit
Nessi kommt aus Niederzell. Sie wurde am 30. März 1986 geboren von einer schönen bunten und langhaarigen Katze. Die Katzenmutter hat schon am 17. Juli einen neuen Wurf Katzen geboren (da war dann unsere Mingo dabei) und deswegen die Nessi verscheucht. Die BEsitzer haben versucht, Nessi an nette Menschen abzugeben. Aber Nessi war eine ziemlich aufgeweckte Katzen und wurde deshalb von diesen netten Menschen wieder zurückgebracht oder kam von selbst so oft zurückgelaufen, dass die Menschen sie nicht mehr haben wollten. Um der Katzenmutter Ruhe zu gönnen, wurde Nessi in den Keller eingesperrt. Dort sass sie am Fenster, als meine Mutter sich die Mingo aus dem neuen Wurf anschauen kam. Sie hat meiner Mutter so leid getan und wurde deshalb gleich eingepackt.
Ich war gar nicht begeistert, als meine Mutter nach Hause kam und meinte, sie hätte was für mich im Auto. Ich wollte nie wieder eine Katze nach unserer Bada haben. Und da sprung ne Katze wild im Auto umher. Die Nessi war so anders als die Bada. Total wirr, hat nicht gefolgt, ist die glatten Wände hoch. Ich mochte sie anfangs nicht. Aber ich kann ja nie lange einer Katze widerstehen...
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Waschmaschine
Unsere Nessi hat bis ins hohe Alter ein Trauma gehabt: eine laufenden Waschmaschine. Als wir noch in unserem kleinen Holzhaus gewohnt haben, hat fast alles vibriert, wenn die Waschmaschine geschleudert hat. Aber auch wenn die Maschine nur lief, ist Nessi durchgedreht. Sie ist wild rumgerannt, schier die Wände hoch, hat laut geschrien und wollte nur eins: raus.
In der neuen Wohnung war die Waschmaschine nicht mehr so laut aber trotzdem konnte Nessi noch so tief schlafen, sobald die Waschmaschine angestellt wurde, wollte sie raus.
Wir vermuten, dass Nessi in dem Keller zusammen mit einer Waschmaschine eingesperrt war.
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Der Name
Wir haben eine Bekannte, die Katzen nicht mag. Nessi war ein absoluter Wirbelwind und Wildfang. Sie war pratkisch überall gleichzeitig und sehr unberechenbar. Das fand unsere Bekannte gar nicht toll und hat dann immer nur gerufen: "Nimm das Ungeheuer da weg!". Dies geschah einige Male bis wir auf die Idee kamen, unser "Ungeheuer" Nessi zu taufen. Nessi war zu Beginn auch ein durchaus passendern Name. Aber schon nach kurzer Zeit ist aus unserem Ungeheuer eine liebe, ausgegelichene und ruhige Katze geworden. Nur eine Schosskatze wurde sie nicht. Das haben wir jedoch bei keiner unserer Katzen geschafft.
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Junge
Im Herbst 1986 haben wir uns überlegt, Nessi sterilisieren zu lassen. Ein Anruf beim Tierarzt aber kam zu dem Ergebnis, dass der Tierarzt meinte, es sei noch zu früh. Man solle noch 2-3 Wochen warten. 2 oder 3 Tage später wälzt sich Nessi abends am Boden und gibt komische Geräusche von sich. Ich bin total erschrocken und rufe meine Mutter. Auch die ist ratlos. Hat Nessi war schlechtes gefressen? Bekommt sie etwa junge? Aber sie war ja gar nicht dick. Wir beobachten weiter, denn ein Tierarzt hat keine Sprechstunde mehr. Und siehe da, sie bekommt tatsächlich Junge! Einerseits sind wir erleichtert, dass sie nichts lebensbedrohliches hat, andererseits was machen wir jetzt mit kleinen Katzen? Es werden 3 Stück. Alle drei sind zu früh gekommen, denn eins ist bereits im Mutterleib tot und noch sehr unterentwickelt. Auch die anderen beiden sind noch sehr unreif. Nessi nimmt die Jungen überhaupt nicht an. Würdigt sie kaum eines Blickes. Auch die anderen beiden Jungen sterben.
Kurz darauf wird ein Termin beim Tierarzt gemacht für die Sterilisation!
Nessi kommt noch betäubt zurück zu uns und muss beim Aufwachen erstmal brechen. Mingo kümmert sich aber liebevoll um sie und schleckt ihre Wunden. Dabei findet sie auch Nessis Milchzitzen und fängt an zu saugen.
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Eis
Nessi ist wie ein Hund. Sie geht überall dahin, wo ich hin gehe. Auch als der Seerhein bei uns vor dem Haus zugefroren ist, geht sie mit auf das Eis. Und sie findet das klasse! Sie springt auf dem Eis rum, jagt Steinchen und Schneebälle. Sie wird zur Atrraktion und von fremden Leuten photographiert. Nessi ist der Star auf dem Eis!
Schon Schnee fand sie nicht schlecht. Sie hat ihn vor sich hergeschoben, bis er über ihren Kopf zu einer Höhle wurde. Wenn man einen Schneeball geformt hat (und nicht arg fest zusammengedrückt) und diesen in die Luft geworfen hat, dann ist sie ebenfalls in die Luft gesprungen und hat ihn in der Luft mit ihren Pfoten zerdrückt. Eine ungewöhnliche Schneekatze unsere Nessi.
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Wasser
Wer sich nicht vor Eis scheut, der scheut auch nicht vor Wasser. Wenn eine Katze am See aufwächst, ist sie nicht Wasserscheu. Schon unsere Bada hat riesige Fische aus dem See geholt und war nur bis zum Bauch nass.
Nessi ist sogar freiwillig mit aufs Surfbrett oder mit aufs Schlauchboot. Ich hab sie nur gerufen und sie kam. Auf dem Surfbrett fand sie auch klasse. Ich durfte allerdings nicht zu weit vom Ufer weg paddeln, denn das hat sie dann doch etwas beängstigt. Am am Ufer entlang, das fand Nessi total aufregend. Sie hat dann alles aufs Surfbrett geschaufelt, was ihr zwischen die Pfoten kam. Das war leider meist nur Seegras aber auch das musste aufs Surfbrett. Zwischendrin bin ich immer mal wieder an Land, falls sie lieber wieder festen Boden unter sich haben wollte, aber oft, ist Nessi gar nicht ausgestiegen oder sie ist ausgestiegen und dann schreien am Ufer patrolliert, weil sie wieder mit wollte.
Einmal waren meine Mutter und ich mit dem Schlauchboot draussen und Nessi stand auf der Mauer hat geschrien und wollte mit. Also paddeln wir auf die Mauer zu. Ich ruf die Katze bereits, was ein grosser Fehler war, denn Nessi hatte ein so grosses Vertrauen zu mir, dass sie gesprungen ist. Das Boot war aber noch viel zu weit von der Mauer entfernt, so dass sie es nicht bis ins Boot geschafft hat, ins Wasser gefallen ist und den ganzen Weg ans Ufer schwimmen musste, denn auf die Mauer kam sie auch nicht mehr hoch.
Der Tag war gelaufen. Nessi war todesbeleidigt. Sie sass klatschnass in der Sonne und hat sich geputzt und wollte nichts mehr von uns wissen.
Ein paar Tage später hatte sie diesses Ereignis allerdings vielleicht schon wieder vergessen, denn dann ist sie doch wieder mit in See gestochen. Wiederrum freiwillig. v
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Umzug
Im Dezember 1989 müssen wir aus unserem geliebten Holzhaus raus. Eine Welt bricht für mich zusammen. All der Luxus, wie fliessend warmes Wasser, eine Badewanne und Fussbodenheizung können gegen das Zitronenhäusle nicht anstinken. Und wie zieht man mit 2 Katzen um?
Die neue Wohung ist zum Glück auch auf der Reichenau und auch in Oberzell. Wir nehmen die beiden Katzen also einfach mit. Die neuen Vermieter wohnen auch dort und haben einen grossen Jagdhund, der nachts frei herumläuft. Wir vertrauen auf die Schläue unserer Katzen, dass dieser Hund sie nicht fasst.
Das Grundstück um unser Zitronenhäusle ist jedoch ein wahres Katzenparadies und weit besser als da, wo die neue Wohnung ist. Unsere Katzen laufen also immer wieder zurück. Ich werde es aber auch nicht leid, die Katzen wieder zu holen. Beide Katzen laufen mir nach. Ich geh also immer wieder zurück zum Zitronenhäule und ruf so lange, bis beide Katzen auftauchen. Und dann spazieren wir zusammen zur neuen Wohnung. In der Nachbarschaft bin ich schon bekannt, weil ich mit meinen 2 Katzen durch die Gegend spaziere. Es kann auch durchaus mal länger dauern, denn zwischendrin fängt die eine katze mal ne Maus, die dann erstmal in aller Ruhe verspeist werden muss, und das kann die andere Katze nicht auf sich sitzen lassen und zack holt sich auch ne Maus vom Acker und ich muss wieder warten. Irgendwann schaffen wir es aber auch immer wieder in unser neues Zuhause.
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Ausflug nach Konstanz
Ein Problem ist, dass diese Feldwege auch von vielen anderen Menschen und Touristen für Spaziergänge benutzt werden. Wir haben vorsorglicherweise unseren beiden Katzen ein Lederhalsband angelegt, auf dem unsere Telefonnummer steht.
Es kamen auch immer wieder Anrufe von der ganzen Insel, dass jemand eine unserer Katze hätte. Es stellte sich allerdings immer wieder heraus, dass diese Meschen unsere Katzen von dort mitgenommen hatten, wo sich die Katzen normalerweise aufhalten, nämlich ums Zitronenhäusle, um die neue Wohnung oder dazwischen. Man kann diesen Menschen nur immer wieder sagen, dass sie doch nicht einfach eine Katze mit nach Hause für Ihre Kinder mitnehmen können. Man muss ja froh sein, dass diese Leute dann doch die Nummer auf dem Halsband gewählt haben.
So kam es jedenfalls, dass unsere Katzen tageweise und auch schon mal 1-2 Wochen verschwunden waren. Vielleicht waren sie auch manchmal in irgendeinen Gewächshaus eingesperrt oder dergleichen. Man weiss es ja nicht.
Nessi war jedoch dann mal fast 6 Wochen verschwunden und keiner hat ein Lebenszeichen gesehen. Dummerweise hatte Nessi zu der Zeit kein Halsband mit Telefonummer um. Wir haben auch im Gemeindeblatt inseriert- nichts, niemand hat sie gesehen, alle Nachbarn hatten wir gefragt.
Da erzählte mir meine Freundin Steffi, dass sie die Nessi bei sich in Wollmatingen gesehen hätte. Ich hab ihr das nicht geglaubt, denn wie soll Nessi denn nach Konstanz gekommen sein. Und dann ausgerechnet dorthin, wo meine Freundin wohnt und diese Katze erkennt. Was für ein Zufall soll das denn sein. Aber Steffi war überzeugt davon, dass es meine Katze ist und meinte, wenn sie sie wieder sieht, dann sperrt sie sie bei sich ein und ich soll sie anschauen. Gesagt - getan. Steffi´s Mutter holt mich sogar extra mit dem Auto auf der Reichenau ab. Ich lauf in Steffi Zimmer und da sitzt meine Katze!!! Ich kann es kaum fassen! Was für ein Zufall!
Es muss also wieder jemand unsere Katze eingepackt haben und mit zu sich nach Hause genommen haben. Nessi kann es absolut nicht leiden, eingesperrt zu sein. Wenn sie raus will, will sie raus und macht alles dafür. Diese Menschen haben sie wohl auch irgendwann raus lassen müssen. Und glücklicherweise lief sie meiner Freundin in die Hände! Wir waren alle so froh und glücklich und konnten es kaum fassen!
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Angefahren
Als ich eines Tages mal wieder Nessi am Zitronenhäusle holen wollte, weil sie schon eine ganze Weile nicht mehr zu Hause war und wir uns schon Sorgen gemacht haben, kam mir auf dem Weg dorthin eine fremde Frau entgegen, die meine Katze in Ihrer Tasche hatte. Ich war total überrascht und stammelte nur, dass das meine Katze sei. Ich hab nicht gefragt, wohin sie mit der Katze wollte. Aber sie wohnte wohl jetzt im Zitronenhäusle. Nessi war in der Tasche, weil sie vermutlich angefahren wurde. Der Schreck war gross. Sie konnte nur ganz schlecht laufen und hatte eine kleine Verletzung am Kopf. Ich hab Nessi Heim getragen und meine mutter und ich sind dann gleich zum Tierarzt, der festgestellt hat, dass Nessi ein gebrochenes Becken hat. Die Verletzung am Kopf war auch nicht weiter dragisch. Puh. Auch der Tierarzt meinte, dass die Verletzungen von einem Auto kommen könnten. Wir hofften, dass Nessi jetzt die Nähe von Autos meiden würde.
Einige Monate später kam dann unsere kleine Mingo mit Verletzungen nach Hause. Wir sind wieder zum Tierarzt, der auch bei Mingo meinte, dass es von einem Auto gewesen sein muss. Aber zum Glück hatte sie keine inneren Verletzungen. So haben unsere beiden Katzen Kollisionen mit Autos überlebt.
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Pille
Auch unserer Nessi eine Tablette zu geben, grenzt an eine Unmöglichkeit. Wir haben alles versucht, Tablette in Leberwurst, Tablette in Hackfleisch, Tablette in Sahne.... Das Ergebnis war dass die Tablette immer wieder aus dem Mund heraus gespuckt wurde, der Rest aber geschluckt. Auch mit Gewalt die Tablette weit in den Rache zu stecken führte nur dazu, dass die Katze würgte und die Tablette wieder zum Vorschein kam. Auch der Tipp vom Tierarzt, die Tablette zu zerstossen und ins Futter zu geben, bleibt erfolglos, da Nessi dieses Futter dann nicht mehr angerührt hat. Ein Heidenspass:-)
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Maus
Die Katzen konnte bei uns über den relativ niedrigen Balkon ins Haus. Wenn im Sommer die Balkontüre offen war, kamen die Katzen oft mal mit einer Maus zurück. So auch eines nachts. Nessi lässt die Maus laufen und diese passt genau durch einen kleinen Schlitz zwischen dem Bett meiner Mutter und dem Boden. Meine Mutter also versucht, die Maus im Bettkasten zu fangen - aber keine Chance. Also schnappt meine Mutter die Katze und steckt sie zur Maus in den Bettkasten. Nessi hat anfangs nur mit der Maus gespielt, meine Mutter wollte eigentlich nur Schlaf. Und endlich hat Nessi die Maus dann fest zwischen ihren Zähnen. Meine Mutter packt die Katze und stellt Katze mitsamt der Maus vor die Türe.
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Weltbekannt
Da wir im Zitronenhäusle eher zurückgezogen gelebt haben, hat uns auf der Reichenau nicht jeder gekannt. Nach unserem Umzug haben zumindest gleich mal alle Nachbarn unsere Nessi gekannt. Denn sie ist ja auch frech überall hin gelaufen. Ihre Lieblingsanlaufstelle war natürlich ein Fischer. Dort hat sie nur den frischen Fisch, der am selben Tag gefangen wurde, gefressen. Fische vom Vortag hat sie verschmäht. Und erst nach ihr durfte dann auch ein anderer Kater aus der Nachbarschaft, Max, fressen. Die Fischer haben auch immer gleich gemerkt, wenn bei uns Zuhause was nicht in Ordnung war, wenn zum Beispiel mal ein Hund zu Besuch war oder ähnliches. Dann wär Nessi immer ganz verstört zu ihnen gekommen.
Auch unsere direkten Nachbarn, die über uns wohnen, haben Nessi lieb gewonnen, und so hatte sie das ganze Haus für sich, da extra für sie alle Türen im Treppenhaus offen standen. Und wenn mal alle Leute im Haus im Urlaub waren, dann kam der Sohn der Nachbarn und wieder bei seinen Eltern übernachtet um für Nessi zu sorgen.
Meine Mutter hat auch mal auf dem Weinfest Leute kennengelernt, die unsere Nessi kannten und dann ganz erstaunt gefragt haben: "Ach zu Ihnen gehört die Nessi!"
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schrullige Diva
Im Alter wurde Nessi dann taub. Wir merkten das, weil sie immer lauter miaute. Eine total aufdringliche Stimme bekam. Sie erschak ausserdem, wenn man von hinten, also so, dass sie es nicht gesehen hat, sie berührt hat oder dicht bei ihr stand. Unsere Sorge, dass sie irgenwann ein Auto nicht mehr hört, war gross.
Dazu kam, dass sie eine Art Artose hatte in den Hinterläufen und nicht mehr gut springen konnte. Ihr wurde deshalb eine Katzenleiter auf den Balkon gebaut.
Laut Tierarzt können Katzen nachts eine Art Alterunruhe bekommen. Nessi hat meine Mutter teilweise nachts nicht mehr schlafen lassen, vor lautem Geschrei. Sie wollte aber nicht raus, nicht rein, nichts fressen, einfach nur Aufmerksamkeit. Und die bekam sie auch mit ganz viel Liebe.
Nessi wurde immer schleckiger, mal mochte sie dieses Futter nicht, mal dieses. Am liebsten hat sie nur noch das gefressen, was meine Mutter gerade sich zu Essen gemacht hat. Und war das auch noch so scharf. Wenn meine Mutter es gegessen hat, hat Nessi es auch gefressen.
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ein schönes Leben
Ich glaube, man kann sagen, dass Nessi ein schönes Leben hatte. Vor allem hatte sie mit fast 19 Jahren ein langes Leben. Im letzten Monat ging es dann rabide bergab. Sie ist immer dünner geworden, hat ein zotteliges und stumpfes Fell bekommen, hat viel gesabbert und muss wohl auch Schmerzen gehabt haben. Es war ein verdammt schwerer Schritt für meine Mutter zum Tierarzt zu gehen. Aber wir wollten auch nicht, dass sie sich irgendwann verkriecht zu sterben und wir nicht wissen, wo sie liegt. Wir wollten auch nicht, dass sie von einem Hund oder Fuchs gefressen oder von einem Auto überfahren wird. Der Tierarzt war auch der Meinung, dass es höchtste Zeit sei, sie einzuschläfern. Und so sind wir alle jetzt ganz furchtbar traurig.
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