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Meine Katzen

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Bada
Die Bada war meine erste Katze und ist ein Jahr nach mir auf die Welt gekommen. Bekommen haben wir sie von unseren Nachbarn. Bada war eine Schildpattkatze mit ganz langem schönen Fell und vier Farben: schwarz, rot, weiß und grau. Ihren Namen hat sie von mir, weil ich mit einem Jahr statt Katze immer nur Bada gesagt habe. Sie war ziemlich eigensinnig und viel draußen unterwegs. Sie hatte ein sehr großes Revier und hat manchmal von ihrer Jagd sogar ziemlich große Fische nach Hause geschleppt. Wasserscheu war sie keinesfalls und ist bis zum Bauch im See gewesen. Im Sommer hab ich ihr dann kleine Fischchen gefangen. Die Bada war immer um mich rum. Um so schlimmer war es dann für mich, als wir sie wegen Nierenentzündung mit 12 Jahren, am 18. August 1986, einschläfern mußten.
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Mingo
Meine Mutter hat dann gleich nach einer neuen Katze geschaut und sie auch gefunden: Die Mingo, ein kleines Wollknäul, das aber noch bis zur Entwöhnung bei der Mutter, einer Halbangora, bleiben mußte. Also hat meine Mutter erstmal ihre Halbschwester Nessi mitgenommen. Als Mingo dann später nachkam, haben sich die zwei Katzen erstmal gezofft. Mingo war eine etwas kleine schüchterne Katze, ein echtes Wollknäul mit Luchsohren. Aber sehr eigenwillig und nur verschmust, wenn sie es auch wollte. Ihren Namen hat sie von einem Buch: "Die Wunderkatze Mingo". Eines Tages war sie dann plötzlich verschwunden.
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Nessi
Nessi ist jetzt meine weltallerliebste Katze. Sie war in einem Keller eingesperrt und hat meiner Mutter so leid getan, daß sie sie gleich mitgenommen hat. Sie war damals schon ein halbes Jahr alt und bei verschiedenen Familien, wo sie aber immer wieder abgehauen ist. Sie war zu Beginn sehr unruhig und ein wahrer Wirbelwind, sehr anstrengend und ein totales Gegenteil zur Bada. Eine Bekannte von uns hat Angst vor Katzen und sie immer nur Ungeheuer genannt, deshalb hat sie ihren Namen vom Ungeheur von Loch Ness. Mit der Zeit ist sie aber eine gemütliche alte Dame geworden. Nessi ist wie mein Hund: Sie läuft mir überall hin nach. Sie ist sogar aufs Eis, als der See zugefroren war, und hat da mit kleinen Steinchen gespielt. Im Sommer ist sie mit mir auf mein Surfbrett auf den See. Weit raus aufs Wasser durfte ich nicht fahren aber am Ufer entlang hat sie sich wohlgefühlt und alles Seegras, und was sie sonst so erwischt hat, auf das Surfbrett geschaufelt.
Als wir beim Tierarzt angerufen haben um zu fragen, mit welchem Alter man eine Katze sterilisieren kann, meinte der, wir sollten noch mindestens 2 Wochen warten. 2 Tage später hat sie Junge geworfen, die aber alle zu früh kamen, weil eines schon in ihrem Bauch tot war. Mingo hat die Gelegenheit wahr genommen und an ihr gesäugt. Die zwei Katzen haben sich nach den jeweiligen Sterilisationen gegenseitig gehegt und gepflegt und die Wunden geleckt.
Nessi ist im Alter eine etwas schrullige Katzendiva geworden und sehr liebebedürftig. Sie ist der ganzen Nachbarschaft bekannt, vor allem bei einem Fischer, wo sie nur den besten frischesten Fisch nicht verschmäht.
Am 8. Nov. 2005 musste meine Mutter schweren Herzens unsere Nessi einschläfern lassen. Nach über 19 Jahren war das ein harter Schritt und wir sind alle sehr sehr traurig.
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Baileys
Baileys wurde von Kerstins Schwester Claudia angeschleppt. Wir haben uns alle aus unserer WG in Vaihingen in ihn verliebt. Sogar Markus, der eigentlich keine Katzen mochte. Baileys war die WG-Katze und im ganzen Wohnheim bekannt und sogar vom Hausmeister geduldet. Woher er seinen Namen hat, braucht man nicht lange erklären: Irish Cream. Wir haben auf seiner Taufe Baileys getrunken! Baileys ist ein absoluter Schmusekater (Kater ist er zwar kein richtiger mehr) schon von klein auf. Und er ist auch eine kleine Memme, wenn es um andere Katzen geht, also nur Kampfkater, wenn er mit uns kämfen kann. Wir nehmen dafür so einige Kratzer auf uns. Baileys ist, typisch männlich, ein sehr fauler Kater, bringt kaum Mäuse oder sonstiges Getier. Deshalb ist er auch im Winter sehr fett. Seit der Wohnheimzeit hat er auch gelernt sich überall in der Nachbarschaft durchzufressen. Wenn er zum Tierarzt mußte, wurde er sprichwörtlich zum Tier. Er hat geknurrt, gekratzt und gebissen, daß sogar die Tierärztin Angst vor ihm hatte. Mit 6 Jahren ist die Katzenkrankheit FIB bei ihm ausgebrochen, eitrige Bauchfellentzündung und Wasserbauch. Zusätzlich hatte er im Darm noch Geschwüre. Der Eiter und die gutartigen Geschwüre wurden entfernt. Der Eiter hat sich aber in kurzer Zeit nachgebildet und als feststand, daß es sich um FIB handelt und die Heilungschancen sehr gering sind, die Katze von selbst nicht wieder angefangen hat zu fressen und immer schwächer wurde und kaum noch Reaktion gezeigt hat, wurde er am 10. April 2001 schweren Herzens eingeschläfert.
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Piri
Nachdem Nessi gestorben war im November 2005 war klar, dass eine neue Katze her muss. Wir wollten aber bis zum Frühling warten und dann eine ganz kleine holen. Am 26.04.2006 hat eine weisse griechische Katze von meinem Cousin Frank Junge geworfen. Darunter war auch eine schwarz/weisse Katze, in die sich meine Mutter sofort verliebt hat. Ende Mai kam Piroschka, so sollte sie heissen, dann zu uns. Zu Beginn hat sie sich noch sehr verkrochen. Hat nachts immer zwischen meinem Bett und der Wand geschlafen. Mittlerweile ist sie aber sehr verschmust und anhänglich.
Der erste Tierarztbesuch für Impfungen war allerdings ein Schock. Piroschka ist gar keine Katze, sondern ein Kater! Durch das lange Fell hat er es gut verborgen! Tja, aus Piroschka wurde dann Piri (manchmal auch Pirosch, wenn er was angestellt hat). Und aus der Katze wurde ein Katzkater!
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