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Kurzfassung Einleitung Material REM Biologie der Schwämme Spicula-Grundtypen Untersuchte Spicula Mikrostruktur-Typen Pharetronenfaser Hüllschichten Deckschicht Systematik & Taxonomie Zittel (1878) Steinmann (1882) De Laubenfels (1955) Wagner (1964) Hurcewicz (1975) Bergquist (1978) Reitner (1992) Beschreibung der Arten Ergebnisse Literaturverzeichnis REM-Aufnahmen HOME |
Systematik und TaxonomieDie Systematik der Pharetronen wird bis heute diskutiert und hat noch keine allgemein gültige Form gefunden. Einzelne Arten wurden oft umbenannt und verschiedenen Familien zugeordnet. Beispielsweise ist Enaulofungia sp. (Fromentel, 1860) gleichzusetzen mit Holcospongia floriceps (Hinde, 1893) und Trachyphlyctia sp. (Lamouroux, 1821) mit Pharetrospongia sp. (Sollas, 1877). Zittel (1878)Zittel (1878) war der erste, der die Pharetronen beschrieb. Er ergänzt drei Familien der Kalkschwämme von Haeckel (1872, inWelter, 1910), die Ascones, Sycones und Leucones, mit einer vierten, die er als Pharetrones bezeichnet. Das besondere an dieser Familie ist, daß sich die Nadeln in Faserzügen gruppieren und mehr oder weniger in paralleler Richtung zur Längsachse der Faser dicht aneinander liegen (Zittel 1878). Diese Fasern werden von dem lebenden Tier produziert und sind nicht, wie oft geglaubt wurde, von sekundärer Natur (z.B. Rauff 1893, 1913, 1938 in Ziegler 1970). Zittel (1878) stellte also die Pharetronen eindeutig zu den Kalkschwämmen, denn weder Größe und äußere Form, noch die Skelettbeschaffenheit der fossilen Faserschwämme sprechen nach seiner Ansicht gegen die Zugehörigkeit zu den Kalkschwämmmen. Peronella Eusiphonella Corynella Myrmecium Stellispongea Sestrostomella Blastinia Crispispongea Protosycon stellt er extra. Steinmann (1882)Steinmann (1882) stellte die Pharetronen zu den Coelenteraten: "Die Pharetronen sind eine mit der Kreide erlöschende, selbständige Abteilung der Coelenteraten, deren Skelettbildungen z.T. große Ähnlichkeiten im Habitus mit denen der Schwämme, z.T. mit denen der Hydrozoen besitzen, z. T. aber eine durchaus eigene und fremdartige Erscheinung bieten; deren Dermalskelett in ähnlicher Weise nur bei den Sternkorallen und Hydrozoen sich wiederfindet und deren Skelettfasernatur sich einzig allein mit der der Alcynonarien in Parallele stellen läßt." De Laubenfels (1955)Die Skelette der Calcispongia enthalten nach De Laubenfels (1955) Nadeln, die aus Kalziumkarbonat sind. Es werden keine Nadeln aus Kieselsäure oder Spongin produziert. Die Gestalt der Nadeln läßt sich in drei Typen einteilen, die Diactinen, Triactinen und die Tetractinen. Die Triactinen können Y- oder T-Gestalt haben oder die Form einer Stimmgabel, wie bei den Pharetronen. Kalkschwämme mit stimmgabelförmigen Nadeln zeigen einen starken Zusammenschluß der Nadeln, was zu einer rigiden Struktur führt. De Laubenfels (1955) vergleicht diese Skelette mit denen der dictioninen Hyalospongea und lithistiden Demospongiae. Ordnung Lebetida Familie Granitiidae Gattung Protosycon Familie Leuconiidae Gattung Leuconia Gattung Protoleucon Ordnung Pharetronilda Unterordnung Chalarina Familie Sestromellidae Gattung Sestromella Gattung Trachysinia Gattung Trachytila Gattung Winwoodia Gattung Thamnonema Familie Stellispongiidae Gattung Stellispongia Gattung Endostoma Gattung Enaulofungia Gattung Inobolia Gattung Synopella Gattung Blastinia Gattung Euzittelia Gattung Limnorea Gattung Epitheles Gattung Diasterofungia Gattung Blastinoidea Familie Elasmostomatidae Gattung Elasmostoma Gattung Steinmanella Gattung Diaplectia Familie Pharetrospongiidae Gattung Pharetrospongia Familie Lelapiidae Gattung Lelapia Gattung Corynella Gattung Conocoelia Gattung Oculospongia Gattung Virmula Gattung Eudea Gattung Raphidonema Gattung Pachytilodia Gattung Pachymura Gattung Himatella Familie Discocoeliidae Gattung Discocoelia Gattung Peronidella Gattung Eusiphonella Familie Elasmocoeliidae Gattung Elasmocoelia Gattung Elasmoierea Unterordnung Stereina Familie Porosphaeridae Gattung Porosphaera Gattung Porosphaerella Gattung Sagittularia Gattung Petrostoma Gattung Plectroninia Gattung Bactronella Familie Bactronellidae Gattung Bactronella Ordnung Thalamida Familie Sebargasiidae Gattung Sebargasia Gattung Amblysiphonella Gattung Girtyocoelia Gattung Discosiphonella Gattung Thalamopora Familie Barroisiidae Gattung Barroisia Gattung Tremacystia Gattung Welteria Familie Cystothalamiidae Gattung Cystothalamia Gattung Cystauletes Familie Celyphiidae Gattung Celyphia Gattung Thaumastocoelia Gattung Enoplocoelia Gattung Henricellum Gattung Girtycoelia Gattung Sollasia Familie Cryptocoeliidae Gattung Cryptocoelia Gattung Waagenella Gattung Seranella Gattung Cryptocoeliopsis Gattung Deningera Familie Sphaerocoeliidae Gattung Sphaerocoelia Top
Wagner (1964)Wagner (1964) unternahm in Anlehnung an Seilacher (1961) den Versuch, das System der fossilen Kalkschwämme an das der rezenten anzuhängen.
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Hurcewicz (1975)Hurcewicz (1975) übernimmt die von de Laubenfels (1955) vorgeschlagene Systematik aber sie nimmt ein paar Änderungen vor und gibt den Familienbegriffen durch Angabe der Spiculation teilweise neue Inhalte. Mit dem Ergebnis, daß nun Gattungen mit völlig verschiedenen Grundbauplänen in einer Familie zusammengefaßt werden (Müller 1984). Die Basis sind Unterschiede der Zusammensetzung der parenchymalen Spiculation, der Entwicklung der Kanalsystems und der Entwicklung der Individuen. De Laubenfels (1955) stellt einige Gattungen zu der Familie der Stellispongiidae aufgrund der sternförmigen Furchen um ein Osculum oder Postiken (Öffnung, aus der Wasser in das Atrium strömt). Hurcewicz (1975) teilt die Gattungen Enaulofungia, Blastinia und Lymnorella aufgrund der Skelettstruktur anderen Familien zu. Top
Bergquist (1978)Bergquist (1978) teilt die rezenten Calcarea aus einer Kombination dreier charakterisitscher Merkmale ein, die in jedem Schwamm anzutreffen sind. Als erstes nach dem Typ der freien Larve, wobei es sich entweder um eine Coeloblastula oder eine Amphiblastula Larve handeln kann. Als zweites werden die Calcarea nach der Position des Nucleus in den Choanocyten eingeteilt. Er kann entweder apical oder basal im Zellenkörper liegen. In Verbindung damit ist zu beachten, ob das Flagellum der Choanocyten entweder direkt aus dem Nucleus oder unabhänging entsteht. Als letztes muß darauf geachtet werden, ob dreistrahlige Spicula in Form einer Stimmgabel vorhanden sind oder nicht. Besondere Aufmerksamkeit legt sie auf die Anordnung der Choanocytenkammer, die entweder asconoid, syconoid oder leuconoid sein können. Top
Reitner (1992)Reitner (1992) teilt die Calcarea wie folgt auf: Heteractinida (Hinde): Calcinea (Bidder): Die Murrayonida (Vacelet) besitzen Stimmgabeltriaenen und sind bisher nur rezent bekannt.
Leucettida und Clathrinida werden von Reitner (1992) nicht näher beschrieben, besitzen aber auch Stimmgabeltriaenen.
Calcaronea (Bidder) Minchinellida (Moehn)
Die Minchinellida repräsentieren einen Anteil der rigiden Calcaronea mit zementierten, choanosomalen Sklerenskelett. Fossil ist die Gruppe sehr divers. Der prinzipielle Bau ist mit dem der rezenten Arten weitgehend identisch. Der kosmopolitische Charakter dieses Taxons hat eine wichtige kladistische Funktion. Aufgrund dieser räumlich unterschiedlichen Vorkommen besteht eine Übereinstimmung zu den fossilen pharetroniden Calcaronea, deren meiste Taxa eine weltweite Verbreitung hatten.
Sycettida/Sphaerocoelida Die Pharetronida gehören zu den Minchinellida, bzw. den Sycettida/Sphaerocoelia (Reitner, 1992, S.122)
Das Kennzeichen corallinen Spongien liegt im Aufbau eines sekundären kalkigen Basalskeletts. Dazu gehören die Sclerospongia, Pharetronida, Sphinctozoa, Chaetetida (pars) und die Stromatoporida (pars). Top
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