Kurzfassung
Einleitung
Material
REM
Biologie der Schwämme
Spicula-Grundtypen
Monaxone
Triaxone
Tetraxone

Untersuchte Spicula
Mikrostruktur-Typen
Pharetronenfaser
Hüllschichten
Deckschicht
Systematik & Taxonomie
Beschreibung der Arten
Ergebnisse
Literaturverzeichnis
REM-Aufnahmen

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Die Spicula-Grundtypen der Calcarea



Schwammnadeln werden auch als Spicula oder Skleren bezeichnet.
Die Beschreibung der Schwammnadeln der Calcarea bezieht sich auf die Arbeit von Krautter (1997). Die Nadelbildung erfolgt bei den Calcarea extrazellulär. Die Spicula bestehen aus Mg-kalzitischen Megaskleren. Eine Unterscheidung in Megasklere und Mikroskleren ist nur schwer durchführbar. Die einzelnen Nadeln sind glatt und eben. Folgende Grundtypen können unterschieden werden:



Monaxone (Einachser)

Es handelt sich dabei meist um diactine Formen (beide Enden gleich geformt). In der Literatur werden sie auch oft als Stabnadeln bezeichnet. Zittel (1878) führte diesen Begriff ein.



Triaxone (Dreiachser)

  • Reguläres Triactin (Dreistrahler): Die Strahlen dieses Nadeltypes liegen immer in einer Ebene. Bei regulären Triactinen sind die Strahlen gleich lang mit einem Winkel von 120° ("Mercedes-Stern"), (Abb. 20 c).
  • Sagittales Triactin: Hierbei handelt es sich um ein Triactin mit zwei gleichen Winkeln und einem dritten, der sich von den anderen beiden durch seine geringere Größe unterscheidet. Ein Strahl dieses Triactins ist etwas länger als die beiden anderen (Abb. 20 d).
  • Stimmgabelförmiges Triactin: Bei dieser Form eines Triactins zeigen zwei Strahlen in eine Richtung und haben einen Winkel von 180° zum dritten Strahl. Diese Nadelform nennt sich dann Stimmgabeltriaene (Abb. 20 e).


Tetraxone (Vierachser)

  • Calthrop: Regelmäßige tetraxone Nadel mit vier gleichlangen Strahlen (Tetractin), die in einem Winkel von 120° aufeinandertreffen (Abb. 20 f).
  • Triaen: Dieser Nadeltyp läßt sich von dem calthropen ableiten. Hier ist ein Strahl verlängert oder verkürzt und die anderen drei Strahlen sind in einer Ebene angeordnet. Sie treffen mit einem Winkel von 120° aufeinander (Abb. 20 g).
  • Oktactin: Achtstrahlige Nadel von der drei Achsen in einer Ebene liegen und sich unter einem Winkel von 60° treffen. Der vierte Strahl steht senkrecht zu der von den anderen Strahlen aufgespannten Ebene (Abb. 20 h). Dieser Nadeltyp ist charakteristisch für die paläozoischen Heteractinida (siehe Kapitel Systematik Reitner 1992).




Abb. 20: Die Spicula-Grundtypen der Calcarea: a.) Oxea, b.) Strongyl, c.) reguläres Triactin, d.) sagittales Triactin, e.) stimmgabelförmiges Triactin, f.) Calthrop, g.) Triaen, h.) Oktactin.




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