Kurzfassung
Einleitung
Material
REM
Biologie der Schwämme
Spicula-Grundtypen
Untersuchte Spicula
Mikrostruktur-Typen
Pharetronenfaser
Hüllschichten
Deckschicht
Systematik & Taxonomie
Beschreibung der Arten
Ergebnisse
Literaturverzeichnis
REM-Aufnahmen

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Deckschicht




Bei manchen Pharetronen ist an der Außenseite des Schwammes eine Deckschicht zu erkennenen, die im Laufe der Zeit viele Namen bekommen hat. Als Rinde wurde sie von Goldfuss (1833) bezeichnet. Fromentel (1859) und Pomel (1872) benennen sie mit Epithek. Als Deckschicht, den auch hier verwendeten Begriff, bezeichnen sie Dunikowski (1883), Oppliger (1929), Rauff (1893) und Zeise (1897). Unter dem Namen Dermalschicht wird sie von Hinde (1883) und auch Oppliger (1929)beschrieben. Zittel (1878) nennt sie Dermalskelett und Steinmann (1882)bezeichnet sie als Epidermis. Ziegler (1964) verwendet den Begriff Cortex.
Die Deckschicht ist bei Eudea clavata, Crispispongea parabolis, Crispispongea expansa, Corynella sp., Peronidella sp., Blastinia costata und Elasmostoma frondescens zu sehen. Sie umgibt fast nie den gesamten Schwamm, sondern ist nur auf einzelne Teile der Oberfläche beschränkt. Am häufigsten tritt sie in der Nähe der Basis auf. Meistens ist sie glatt, kann aber auch runzlig sein, wie bei Blastinia costata oder Crispispongea parabolis mit Querrunzeln. Bei Crispispongea expansa und Elasmostoma frondescens ist sie von Kanalöffnungen durchbrochen, in denen die Pharetronenfasern zu erkennen sind.
Nach Dunikowski (1883)besteht die Hauptmasse der Deckschicht aus Kalknadeln, vor allem Dreistrahlern, aber auch Stabnadeln, die dichter angeordnet sind als in den Pharetronenfasern. Untersucht hat er dies bei Peronidella sp., Corynella sp. und Elasmonstoma sp.. Für ihn ist die Deckschicht sekundär entstanden und eine Folge des Fossilisationsprozesses, was heute allerdings wiederlegt ist.
In der Deckschicht kommen dieselben Nadeltypen vor, wie in der Pharetronen-faser. Ob sie dichter angeordnet sind oder nicht, ist schwer zu erkennen.
Gut zu sehen ist die Deckschicht von Crispispongea parabolis in Abb. 30, linkes Exemplar.


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