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Trilobiten
| Porifera, Spongia |
Schwämme sind überwiegend marine, sessile Tiere, die keine echten Gewebe (Nerven-, Muskelgewebe) besitzen. Ihr Bauplan ist auf das Hereinstrudeln und Aufnehmen kleinster Nahrungspartikel ausgerichtet.
Ihre sehr geringe Organisationshöhe, verbunden mit besonderen Spezialisationen hinsichtlich Ernährungsweise und Skelettbildung, läßt keine direkte phylogenetische Verbindung der Schwämme mit irgendwelchen Eumetazoen zu. Trotz ihrer Einfachheit sind sie vom Beginn des Phanerozoikums bis heute erfolgreich gewesen. Ihre Entwicklung läßt besonders deutlich erkennen, dass biologischer Erfolg und Überleben nicht von der Organisations- oder Spezialisationshöhe abhängen.
Fossile Schwämme sind riffbildend, wie z.B. in den sogenannten Schwammstotzen im Malm Deutschlands. Sie waren überwiegend Bewohner neritischer Regionen. Die rezenten Steinschwämme der Ordnung Lithistida leben weltweit verbreitet unterhalb der durchlichteten Zone zwischen 100 und 400m Tiefe. Die rezenten Kalkschwämme (Klasse Calcispongea) sind Bewohner des warmen Flachwassers mit einer optimalen Wassertiefe von 4-18m. Sie vertragen weder stagnierendes noch zu stark bewegtes Wasser. Ähnliche Verhältnisse können für die fossilen Kalkschwämme der sogenannten Pharetronidenfazies angenommen werden.
Die rezente Klasse Hyalospogea, die Kiesel-oder Glasschwämme, finden sich von der Gezeitenzone bis zu Tiefen von ca. 6000m. Am häufigsten wachsen sie zwischen 200 und 500m auf schlammigem Substrat. Alle anderen Schwämme scheinen Hartsubstrat zu bevorzugen.
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| Demospongea |
Das Baumaterial besteht aus Spongin, mit oder ohne eingelagerten Kieselnadeln. Die Skleren sind meist isoliert; ihre Strahlen treffen unter Winkeln von 60º oder 120º aufeinander. Wegen der relativ leichten LÖslichkeit des Spongins sind Hornschwämme fossil sehr selten. Fossil bedeutsam sind unter ihnen nur die Ordnungen Lithistida und Hadromerida. Kambrium bis heute. |
| Hexactinellida, Hyalospongea |
Zu dieser Klasse gehören Schwämme mit triaxonen Kieselnadeln, die sich an sogenannten Kreuzungsknoten treffen. Die Strahlen der Skelettnadeln bilden meist rechte Winkel. Kambrium bis heute. |
| Calcispngea |
Das Skelettmaterial dieser Schwämme ist aussschließlich kalkig und besteht nur aus einfachen Zwei-, Drei-, oder Vierstrahlern. Charakteristisch sind triradiate, stimmgabelförmige Skleren. Kambrium bis heute.
Während die Calcispongea im Paläozoikum noch relativ selten sind, treten sie in der alpinen Trias und in Kreide und Jura in großer Artenzahl auf. Vom Tertiär an sind sie seltener.
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| Sclerospongea |
Die Sclerospongien, die seit dem Ordovizium vorkommen, haben ein kalkiges Skelett mit wirbelig bedornten Tylostylen (Stecknadel-spicular) und auf oder direkt unter der Oberfläche sternförmig sich verzweigende Kanälchen, sog. Astrorhizae, sowie viele warzenförmige Erhebungen (mamelons). Nach neusten Untersuchungen scheinen die Sclerospongea zur Klasse der Demospongea zu gehören. Die Formen dieser Klasse haben äußerlich große Ähnlichkeit mit den Stromatoporen. Die Klasse Sclerospongea wurde auf Grund der Untersuchung rezenter Formen in den Riffgebieten Jamaikas aufgestellt. |
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